Wer in Wertschriften wie Aktien, Obligationen und Exchange Traded Funds (ETF) investiert, kommt nicht ganz ohne Kosten aus. In diesem Ratgeber beantwortet moneyland.ch die wichtigsten Fragen zum Thema Depotgebühren und sagt Ihnen, wie tief die verschiedenen Anbieter durchschnittlich in die Tasche der Anlegerinnen und Anleger greifen.
Was sind Depotgebühren?
Depotgebühren gehören neben Transaktionsgebühren (Courtagen) zu den wichtigsten Kosten bei der Geldanlage in Wertschriften. Sie werden regelmässig für die Führung und Nutzung eines Wertschriftendepots erhoben, in vielen Fällen vierteljährlich. Diese Kosten fallen bei den meisten Anbietern als Prozentsatz Ihres Depotwertes an, andere verrechnen hingegen Pauschalbeträge. Bei Anbietern mit prozentualen Depotgebühren sind häufig Mindestbeträge zu beachten.
Als Gegenleistung verwaltet die Depotbank Ihre Wertschriften und kümmert sich um die Auszahlung Ihrer Dividenden.
Wie verbreitet sind Depotgebühren?
Depotgebühren sind in der Schweiz weit verbreitet – fast alle Online-Broker und traditionellen Banken verrechnen Depotgebühren. Zu den Ausnahmen gehören neben der Saxo Bank die Smartphone-Banken Neon und Yuh.
Wie hoch sind Depotgebühren in der Schweiz?
Diese Frage lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Wie viele Depotgebühren anfallen, hängt nicht zuletzt von Ihrem Anbieter und Ihrem Depotwert ab – die Höhe der Kosten kann erheblich variieren. Bei manchen Banken unterscheidet sich die Höhe der Depotgebühren auch je nach Wertschrift; so verrechnet Raiffeisen beispielsweise höhere Gebühren für Titel aus «aufwendigen Märkten», zu denen etwa auch die USA gehören.
Bei einem Depotwert von 500’000 Franken können je nach Bank bis zu 1891.75 Franken pro Jahr anfallen, während andere keine oder fast keine Depotgebühren verrechnen (siehe Grafik).
Wichtig: Die Depotgebühren sind nur ein Teil der Rechnung. Um die Höhe Ihrer Gesamtkosten beim Anlegen zu ermitteln, sollten Sie auch ein Augenmerk auf weitere Gebühren legen – allen voran Transaktionsgebühren. Auch diese Kosten fallen je nach Anbieter und Ihrem Anlegerprofil höchst unterschiedlich aus. Ausserdem zu beachten sind allfällige Börsen- und Fremdwährungsgebühren sowie Stempelabgaben, wobei Letztere bei allen Banken in gleicher Höhe anfallen. Tipp: Der interaktive Trading-Vergleich von moneyland.ch berücksichtigt all diese Kosten – und hilft Ihnen, den günstigsten Anbieter zu finden.
Aber nicht alle Gebühren hängen von Ihrem Broker ab. So fallen etwa laufende Produktkosten bei ETF – ausgewiesen als Total Expense Ratio (TER) – unabhängig von Ihrem gewählten Anbieter an. Weitere Informationen über die Gebühren beim Anlegen finden Sie im einschlägigen Ratgeber von moneyland.ch.
Wie kann ich Depotgebühren sparen?
Wenn Sie feststellen, dass Sie hohe Depotgebühren zahlen, sollten Sie einen Anbieterwechsel in Erwägung ziehen. Beachten sollten Sie neben Depotgebühren aber auch weitere Kosten wie Courtagen und Fremdwährungsgebühren. Der Trading-Vergleich von moneyland.ch hilft Ihnen auf der Suche nach einem neuen Dienstleister.
Prüfen Sie im Falle eines Anbieterwechsels, ob es günstiger ist, die Titel auf das neue Wertschriftendepot zu transferieren oder aber sie zu verkaufen und beim neuen Anbieter neu zu kaufen. Viele Banken verrechnen enorm hohe Transfergebühren für den Übertrag von Wertschriften zu einem anderen Anbieter. Ausführliche Informationen erhalten Sie im Ratgeber zum Thema Transfergebühren.
Weitere Informationen:
Trading-Vergleich Schweiz
So sparen Sie beim Anlegen Gebühren
So finden Sie den richtigen Broker