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News: Versicherungen

Trotz steigender Krankenkassenprämien deutliche Unterschiede und hohe Sparmöglichkeiten

29. September 2026 - Ralf Beyeler

Die Krankenkassenprämien für 2027 sind bekannt. Die ausführliche Analyse vom Vergleichsdienst moneyland.ch zeigt, dass es je nach Wohnort und Krankenkasse grosse Unterschiede gibt. Trotz der Erhöhungen bieten sich vielen Versicherten massive Sparmöglichkeiten.

2027 steigen die Krankenkassenprämien durchschnittlich um 5.0 Prozent. Dies gab Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider am Dienstag an einer Medienkonferenz in Bern bekannt. Die stärksten Prämienerhöhungen gibt es in den Kantonen Jura (6.6 Prozent), Schaffhausen (6.4 Prozent) und Solothurn (6.0 Prozent). Am geringsten fallen die Erhöhungen in den Kantonen Glarus (3.0 Prozent), Waadt (3.5 Prozent) und Tessin (3.7 Prozent) aus. 

Der unabhängige Vergleichsdienst moneyland.ch hat die Prämien bereits analysiert. Fazit der Auswertung: Je nach Wohnort und Krankenkasse unterscheiden sich die Prämien massiv.

Wichtig zu wissen: Auch bei steigenden Durchschnittsprämien können Konsumentinnen und Konsumenten durch einen Wechsel deutlich Geld sparen. 

 

Was kostet die Krankenkasse am eigenen Wohnort?

In der Schweiz unterscheiden sich die Krankenkassenprämien je nach Wohnort. Die Behörden haben die Schweiz dafür in 42 Prämienregionen eingeteilt. Jede Region umfasst entweder einen ganzen Kanton oder Teile eines Kantons.

Die folgende Karte zeigt für alle Schweizer Gemeinden die Krankenkassenprämie der günstigsten Krankenkasse mit einer 300er-Franchise an. Eine 300er-Franchise ist finanziell sinnvoll für Personen mit jährlichen Behandlungskosten ab etwa 1800 bis 1900 Franken.

Der Blick auf die Schweizer Karte zeigt deutliche Unterschiede. Am teuersten ist die jeweils günstigste Krankenversicherung in Lugano (585.90 Franken) und in Genf (568.90 Franken). Am günstigsten sind die Kantone Zug (332.50 Franken) und Appenzell Innerrhoden (350.30 Franken). Damit ist die günstigste Krankenkasse in Lugano gut 76 Prozent teurer als in Zug.

Das gleiche Bild zeigt sich auch bei der 2500er-Franchise. Am günstigsten ist die Prämie der günstigsten Krankenkasse in Zug (213.20 Franken), am teuersten in Lugano (473 Franken). Das ist ein Unterschied von 259.80 Franken. Die Krankenkassenprämie ist damit in Lugano rund 122 Prozent teurer als in Zug.

Wie stark hat sich die günstigste Prämie je nach Ort verteuert?

Zusätzlich hat moneyland.ch analysiert, wie sich die jeweils günstigste Prämie in allen 42 Schweizer Prämienregionen im Vergleich zum Vorjahr entwickelt hat.

Bei den Prämien mit einer Franchise von 300 Franken sind die Erhöhungen in den Prämienregionen Schwyz (8.6 Prozent), Obwalden (7.1 Prozent) und Neuenburg (6.7 Prozent) am höchsten. Am niedrigsten sind die Erhöhungen in den Prämienregionen Genf (1.2 Prozent), Basel-Landschaft 1 und Schaffhausen 2 (2.6 Prozent) sowie Waadt 1 (2.7 Prozent).

Bei der Analyse mit einer Franchise von 2500 Franken fallen die Erhöhungen in Zug (8.8 Prozent), Schwyz (8.6 Prozent) und Obwalden (7.9 Prozent) am höchsten und in Genf (1.6 Prozent), Nidwalden (2.2 Prozent) und Glarus (2.6 Prozent) am niedrigsten aus.

Experte Ralf Beyeler
Ralf Beyeler ist Telekom- und Geld-Experte bei moneyland.ch.